Klotz


Klotz
Block

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Klotz [klɔts̮], der; -es, Klötze ['klœts̮ə]:
großer, plumper, oft eckiger Gegenstand aus Holz o. Ä.:
Klötze zerhacken, spalten.
Syn.: Block, Brocken, Klumpen.
Zus.: Bauklotz, Betonklotz, Holzklotz.

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Klọtz 〈m. 1u
1. großes Stück Holz, (meist) Teil eines Baumstamms, zum Holz- od. Fleischhacken (Hack\Klotz, Fleisch\Klotz)
2. 〈fig.〉 ungeschlachter, unbeholfener od. grober Mensch
3. 〈kurz für〉 Bauklotz
● dastehen wie ein \Klotz unbeholfen, steif, hilflos dastehen; schlafen wie ein \Klotz tief, fest schlafen; sich einen \Klotz ans Bein binden 〈fig.〉 sich mit etwas belasten u. sich dadurch am Vorwärtskommen hindern; →a. Keil [<mhd. klotz „Klumpen, Kugel, Baumstumpf, Kloben“; → Kloß]

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Klọtz , der; -es, Klötze u. (ugs.:) Klötzer [mhd. kloz = Klumpen; Kugel; Baumstumpf, ablautende Bildung zu Kloß]:
1.
a) großes, dickes, unbearbeitetes Stück aus Holz o. Ä.; Stück eines Baumstammes:
Klötze spalten;
er stand, lag da wie ein K. (steif, unbeweglich, hölzern);
wie ein K. (ugs.; sehr tief) schlafen;
Ü ein K. (ugs.; großes [unförmiges] Gebäude) aus grauem Beton;
Spr auf einen groben K. gehört ein grober Keil (Grobheit muss mit Grobheit beantwortet werden);
[in den folgenden Wendungen ist wahrscheinlich an den Klotz gedacht, der Tieren auf der Weide ans Bein gebunden wurde, damit sie nicht weglaufen können] jmdm. ein K. am Bein sein (ugs.; jmdm. hinderlich, für jmdn. eine Last sein: er ist ihr nur noch ein K. am Bein);
sich <Dativ> mit jmdm., etw. einen K. ans Bein binden/hängen (ugs.; sich mit jmdm., etw. belasten);
einen K. am Bein haben (ugs.; eine Last zu tragen haben);
b) kleiner, eckiger Gegenstand aus Holz;
c) Kurzf. von Bauklotz.
2. <Pl. Klötze> (salopp abwertend) grober, unbeholfener, rüpelhafter Mensch.
3. <o. Pl.> (schweiz. salopp) Geld:
Mann, hat der K.!

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Klọtz,
 
1) Christian Adolf, Gelehrter, * Bischofswerda 13. 11. 1738, ✝ Halle (Saale) 31. 12. 1771; Professor der Philosophie und Beredsamkeit in Göttingen und Halle (Saale), Herausgeber einflussreicher Zeitschriften (»Acta litteraria«, 1764-73; »Deutsche Bibliothek der schönen Wissenschaften«, 1767-72); bekannt auch durch Erläuterungen antiker Dichter, archäologischer Schriften, Satiren, lateinische Verse; griff G. E. Lessing und J. G. Herder an und wurde selbst von diesen wieder scharf kritisiert.
 
Werke: Opuscula poetica (1761); Über das Studium des Alterthums (1766).
 
 2) Mathias, auch M. Klọz, Geigenbauer, * Mittenwald 11. 6. 1653, ✝ ebenda 16. 8. 1743; ließ sich nach einer längeren Lehrzeit (u. a. in Padua) ab 1683 wieder in Mittenwald nieder, gilt als Begründer des dortigen Geigenbaus. Klotz baute Geigen nach dem Stainer-Modell. - Wegen ihres kräftigen Tones werden heute auch besonders Instrumente seines Sohnes Sebastian Klotz (* 1696, ✝ um 1775) und seines Enkels Egidius Klotz d. J. (* 1733, ✝ 1805) geschätzt.
 

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Klọtz, der; -es, Klötze u. (ugs.:) Klötzer [mhd. kloz = Klumpen; Kugel; Baumstumpf, ablautende Bildung zu ↑Kloß]: 1. a) großes, dickes, unbearbeitetes Stück aus Holz o. Ä.; Stück eines Baumstammes: Klötze spalten; Das Huhn flatterte und gackerte, und Vater legte es auf den gleichen K., auf dem er das Holz hackte (Alexander, Jungfrau 81); er stand, lag da wie ein K. (steif, unbeweglich, hölzern); wie ein K. (ugs.; sehr tief ) schlafen; Spr auf einen groben K. gehört ein grober Keil (Grobheit muss mit Grobheit beantwortet werden); Ü ein K. von [einem] Mann (ugs.; ein großer, kräftiger Mann); ein K. (ugs.; großes [unförmiges] Gebäude) aus Glas und Beton; *[in den folgenden Wendungen ist wahrscheinlich an den Klotz gedacht, der Tieren auf der Weide ans Bein gebunden wurde, damit sie nicht weglaufen können] jmdm. ein K. am Bein sein (ugs.; jmdm. hinderlich, für jmdn. eine Last sein): er ist ihr nur noch ein K. am Bein; sich <Dativ> mit jmdm., etw. einen K. ans Bein binden/hängen (ugs.; sich mit jmdm., etw. belasten); einen K. am Bein haben (ugs.; eine Last zu tragen haben); b) kleiner, eckiger Gegenstand aus Holz; c) kurz für ↑Bauklotz: Max baut mit Klötzen Burgen. 2. <Pl. Klötze> (salopp abwertend) grober, unbeholfener, rüpelhafter Mensch: Für sie ist Kahn ein ungehobelter K., der seine Mitspieler zornentbrannt anbrüllt und auch schon mal durchschüttelt (Handelsblatt 26. 3. 99, 43); Ein K. in einer blauen Lederjacke lümmelt neben mir an der Bar (Sobota, Minus-Mann 210). 3. <o. Pl.> (schweiz. salopp): Geld: Mann, hat der K.!

Universal-Lexikon. 2012.

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